2te Sendung am 23.03.2010

Panafrika Redaktion Magazin rund um Afrika und seine Diaspora!

In:

LORA München auf UKW 92,4
Jeder 4te Dienstag im Monat von 17 bis 18 Uhr
ein Programm zum Hinhören

 

Sendeablauf 23.03.2010 um 17.00Uhr

Presentriert von Hamado Dipama, Uche Akpulu & Lan-na Grosse

 

Teil I                                                                                                                                   17.00

Herzlich Willkommen zur 2. Sendung aus der Panafrika-Redaktion – Dem Magazin rund um Afrika und seine Diaspora. Auch heute haben wir wieder viele spannende und informative Themen für Euch:

Unter anderem wollen wir den Fokus dieser Sendung auf das Thema Rassismus und Diskriminierung legen – ein Thema, mit dem gerade Schwarze , nicht nur, aber eben auch, in Deutschland tagtäglich auseinander setzen müssen.

Dazu wollen wir Euch heute einen Film vorstellen, der sich mit der Situation schwarzer Kinder und Jugendlicher in München befasst. Wir haben nicht nur Ausschnitte aus dem Film mitgebracht, sondern auch die Filmmacherin zu uns ins Studio eingeladen.

Darüber hinaus erwartet euch natürlich auch heute aktuelle Nachrichten aus und über Afrika in unseren Rubriken „Afrika Aktuell“ und „Diaspora Aktuell“.

Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt; Wir freuen uns auf eine vollgepackte Stunde Afrika.

 

Musik1

 

Teil II

Wie bereits angekündigt, wollen wir euch heute einen ganz besonderen Film vorstellen. Er heißt „Perspektivenwechsel II – Schwarze Kinder und Jugendliche in München“ – und mit dem Titel wird eigentlich schon klar, worum es in ihm geht. Die Situation von schwarzen Kindern und Jugendlichen hier in unserer Sadt München – und die hat leider immer wieder ganz viel erlebtem Rassismus und Diskriminierung zu tun.

 

Interview Beitrag:

Sarah Berg, Angela Dellner-Aumann und die Kinder von Kosmos BRD im Interview mit Uche und Hamado.

 

Musik 2 - Nijaay von Ochestra Baobab

 

Teil III

Live Interview:

Bei uns im Studio ist jetzt Nadja Ofuatey-Rahal, die Filmmacherin von „Perspektivwechsel II“

 

Teil IV

Jetzt haben wir aber schon so viel ÜBER den Film geredet, dass es an der Zeit ist, endlich etwas AUS dem Film zu hören.

Wir haben einen Ausschnitt aus dem Film für euch, in dem Experten und Pädagogen zum Thema Rassismus in deutschen Schulen zu Wort kommen.

Ausschnitt

 

Musik 4: Alpha Blondie

 

Teil V

Afrika Aktuell von Uche & Hamado

 

Guinea

 

1-General Sékouba Konate, Übergangspräsident von Guinea, hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Guinea auf den 27. Juni festgelegt,

Der Präsident bittet allen beteiligten Regierungsorganen und der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission, alle Maßnahmen für die strikte Einhaltung der Wahlkriterien. Eine mögliche zweite Runde ist am 18. Juli geplant.

 

Der Arbeitskreis Panafrikanismus München wünscht einen guten neuen Start in Guinea.

 

Wir Bleiben in Guinea:

2-Die meisten Militär die durch den Putsch vor etwa einem Jahr in Guinea die macht übernommen haben, -wurden in Deutschland ausgebildet.

Sogar die Putschsvorbereitungssprache als Geheimsprache wurde Deutsch benutzt.

Der Hauptmann Dadis camara ist 1996 nach Deutschland in Dresden an der Offizierschule gekommen.

Ein Flüchtling aus Guinea hier in Deutschland hatte Video Material über die Grausame Tat von dem Militär an das Auswärtiges Amt mitgeteilt, mit der bitte: Keine Soldaten Ausbildung aus Guinea,

Doch bildet Deutschland die Militär für afrikanischen Despoten und Diktatoren weiter aus.

Massenmörder Ausbildung tragen auch eine Verantwortung, zumindest Moralische Verantwortung.

 

Togo

 

Präsident Faure Gnassingbé ist in Togo der früheren deutschen Kolonie am 4 te März wieder gewählt worden. Das Verfassungsgericht hatte Amtsinhaber mit fast 61 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt und die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen.

Mehr als 7.000 Demonstranten gingen auf die Strasse in die Hauptstadt Lomé, den Wahlbetrug zu denunzieren.

Der 43-jährige Faure Gnassingbé ist Sohn von Eyadema Gnassingbé, ehemalige Präsident von Togo von 1967 bis 2005.

Er hat gleich 2005 nach dem Tod seines Vaters die Regierung übernommen.

Seine Herausforderer von Amtsinhaber war der 58-jährige Ökonom Jean-Pierre Fabre vom Oppositionspartei UFC.

 

Sudan

 

Im April soll in Sudan eine Wahl stattfinden.

Anfang 2011 soll Übergangszeit vom Bürgerkrieg zur Stabilisierung sein und wird durch ein Referendum über die Autonomie von die Region Südsudan gesetzt werden.

Ein wichtiger Schritt ist dass die Regierung und der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit „JEM „ einem vorläufigen Friedensvertrag, im vergangenen Monat unterzeichnet wurde.

Präsident Omar al-Bashir deklariert„persönlich würde den Sudan zwar auch künftig lieber vereint sehen, wenn sich die Menschen im Süden aber für eine Sezession entscheiden sollte, werde ich der erste sein, der ihre Unabhängigkeit anerkenne.

 

Ruanda

 

Nach einem Besuch des Französiche Präsident Sarkosy im vergangenen Februar in Ruanda wurde Agathe Habyarimana Witwe von Juvénal Habyarimana ehemalige Präsident Ruandas die in Frankreich in Exile lebte festgenommen, Weil Sie für den Völkermord in Ruanda 1994 mitverantwortlich sein soll.

Die höchste juristische Instanz Frankreichs, hatte ihren Antrag auf politisches Asyl abgelehnt.

Der ruandischen Justiz nach Einschätzung nimmt die Witwe als eine der Anstifterinnen des Völkermords, der nach dem tödlichen Attentat auf den Präsidenten Habyarimana begann und binnen rund 800.000 Menschen das Leben kostete.

Ruandas Justizminister, Tharcisse Karugarama, hatte die Festnahme begrüßt. Es sei "ein sehr gutes Zeichen", dass die französische Justiz nun anfange, diese Fälle ernst zu nehmen. "Agathe Habyarimana ist eine der Planerinnen hinter dem Völkermord, es ist wichtig, dass sie sich vor dem Gesetz verantworten muss", sagte er. Frankreich solle die Präsidentenwitwe in ihre Heimat ausliefern, forderte der Minister.

 

Ägypten

 

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat bereits zehn Tage in der Heidelberger Universitätsklinik verbracht,

Der Präsident habe ein Gallenblasen-OP bestanden. Alle Krebstests seien negativ.

Bisher waren Meldungen über den Gesundheitszustand des Präsidenten in die Ägyptischen Medien ein Tabu; wer es verletzte riskierte, im Gefängnis zu landen.

Es ist nicht mehr eine Tabu in dem Land der Pharaonen über Nach-Mubarak zu sprechen…

 

 

Religiöse Massaker in Nigeria

Angehörige des muslimischen Nomadenvolks der Fulani hatten in der Nacht am 7. März drei christliche Dörfer in der Nähe der Stadt Jos im Bundesstaat Plateau angegriffen. Es kamen dabei rund 500 Menschen ums leben. Die meisten der Toten sind Frauen und Kinder.

In Nigeria stellen Christlichen und Muslimischen Religionsgruppen jeweils etwa die Hälfte der Bevölkerung und im Bundesland Plateau sind Beide Religionsgruppen etwa gleich stark vertreten. Der Bundesstaat Plateau liegt ungefähr zwischen dem überwiegenden christlichen Süden und dem überwiegenden muslimischen Norden des Landes.

Erst im Januar waren mehr als 300 Menschen in Jos und Umgebung bei ähnlichen Ausschreitungen getötet worden.

Als Losung für die ständige religiösen Ausschreitungen hatte der libysche Staatschef Muammar Gaddafi die Aufteilung Nigerias in einen christlichen Süden und einen muslimischen Norden. Nigerias Außenministerium hält diesen Vorschlag für absolut inakzeptabel und hat daraufhin den nigerianischen Botschafter zurück aus Libyen beordert.

 

Diaspora-aktuell und Veranstaltung Hinweise von Uche & Hamado

 

Der AKPM lädt euch zu unser Veranstaltung im Rahmen des 125 Jahre Berliner Afrikakonferenz in den Kulturladen ein.

Anlässlich des 125. Jahrestages der Afrika-Konferenz findet einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Yonas Endrias und Iseewanga Indongo-Imbanda am Samstag 17. April 2010 um 20:00 Uhr im Kulturladen Westend statt.

Es wird in der Veranstaltung sowohl über die historischen Hintergründe und die Folgen dieser Konferenz als auch über die heutigen Auswirkungen der kolonialen Herrschaft und die Debatte um Reparationsleistungen berichten.

Adresse: Ligsalzstr. 44, U-Bahnhaltestelle Schwanthalerhöhe, 

Eintritt ist 3 Euro

 

Die Referenten:

Iseewanga Indongo-Imbanda studierte Soziologie, Psychologie, Politologie und

Romanistik an der Universität Kairo (Ägypten) und der Freien Universität Berlin. Er lebt als freiberuflicher

Sozialwissenschaftler in Berlin und ist Redakteur der Internetsite http://www.kongo-kinshasa.de.

 

Yonas Endrias ist Politikwissenschaftler und Aktivist der afrodeutschen Bewegung. Er arbeitet als Dozent an der Freien Universität Berlin und betätigt sich unter anderem als Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte und als Mitglied von Organisationen wie dem Afrika-Rat. http://www.berliner-afrika-konferenz.de/ - http://www.afrika-rat.org

 

Veranstalter sind:

Arbeitskreis Panafrikanismus München - http://www.panafrikanismusforum.net

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen - http://carava.net

[muc] münchen postkolonial - http://muc.postkolonial.net

Ökumenisches Büro e.V. - www.oeku-buero.de

 

Erlangener Woche gegen Rassismus

 

Erlangen zeigt Rassismus die rote Karte

Montag 15.März 17:00 Uhr Eröffnung, R athaus-Foyer

"Der lange Weg von Martin Luther King zu Barack Obama

Die Woche wird am Montag um 17 Uhr im Rathausfoyer in Verbindung mit der Ausstellung „Der lange Weg: von M. L.King bis Barack Obama (von Frau Dr.Herzberger-Fofana) durch Oberbürgermeister Dr.

Balleis eröffnet.

Grußworte kommen vom Ausländer- und Integrationsbeirat und dem Jugendparlament.

Mehr Info und Programm: http://jugendhauserlangen.blogsport.de/

 

Wieder ein Toter bei Flugabschiebung

Tödliche Routine mit rassistischen Zügen

Alle paar Jahre ein Toter bei einer Flugabschiebung in Europa – das
jüngste Opfer der tödlichen Routine, ein 29-jähriger Nigerianer starb am
Mittwochabend auf dem Flughafen Zürich bei einer sogenannten Level 4-Abschiebung, bei der auf gecharterten Sonderflügen fast alle Zwangsmittel eingesetzt werden.Die Opfer exzessiver Gewaltanwendung bei Flugabschiebungen sind überwiegend schwarzer Hautfarbe die Frage nach dem strukturellen
Rassismus des Behördenvorgehens stellt sich.

 

PRO ASYL fordert Aufklärung

Der Arbeitskreis Panafrikanismus fördert Gerechtigkeit.

 

 Materialspende für Haiti

 

Nach der Erbeben-Katastrophe in Haiti ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten nach wie vor schlecht und zudem macht es die allgemein fehlende Infrastruktur den  Überlebenden schwer, wieder in die Normalität zurückkehren.

 

Deshalb ruft nun der Arbeitskreis Panafrikanismus München zu Sachspenden für Haiti auf:

Der Aufruf ist aber noch nicht raus, weil wir auf der suche nach einem Container sind. Je nachdem wo der Containerstanpunkt ist wird auch der Materialsammelpunkt sein. Diejenigen die uns helfen können oder Information geben können melden sich bitte an sekretariat@panafrikanismusforum.net.

 

Frankreich:

 

Am 27 Februar gabt es eine Demonstration in Paris für die Abschaffung des Ministerium für Immigration und nationaler Identität. Für die Demonstranten ist dieses Ministerium in rassistische Hetze gegen Zuwanderer und Migranten. Diese Demonstration ist organisiert von mehreren Organisationen u.A. „le Groupe Anticolonial“, Fédération Syndicale Unitaire (FSU).

Sie haben sogar eine Petition initiert für die Abschaffung diese Ministerium.

Mehr Info : www.anticolonial.net

 

Soweit für Heute.